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Rückbau der alten BIOLOGIE

Der Rückbau eines so großen, komplexen und hoch installierten Gebäudes stellt hohe Ansprüche an die auszuführenden Arbeiten. Gesetzliche Vorschriften und die Verpflichtung zur Wiederverwertung erfordern sehr viele und zeitaufwendige Arbeitsschritte.

Nutzungsaufgabe und Freischaltung

Um mit dem Rückbau des Bestandes beginnen zu können, musste das Gebäude nach der Nutzungsaufgabe zunächst von der gesamten technischen Versorgung getrennt und freigeschalten werden.

Hierzu mussten alle Leitungen der Strom-/Wasser-Wärme- und Kälteversorgung zwischen dem Baufeld und dem Gesamtnetz der Universität getrennt werden. Um die Versorgungssicherheit der angrenzenden Institutsbauten jederzeit gewährleisten zu können, machte die technische Verflechtung der westlichen Naturwissenschaften Umschlüsse und Ergänzen im Leitungsnetz erforderlich.

Statik

Für den Rückbau eines Gebäudes von der Größenordnung der alten Biologie ist eine statische Berechnung erforderlich. Diese legt die Reihenfolge des kontrollierten Rückbaus der Tragstruktur fest. Somit kann die Standsicherheit einzelner Gebäudeteile gewährleistet werden, auch wenn Bauteile wie Wände, Stützen oder Decken an anderer Stelle rückgebaut werden.

Arbeitsschritte des kontrollierten Rückbaus

In jedem Bauteil der alten Biologie müssen die ausgeführten Arbeitsschritte nacheinander durchgeführt werden. Da die Arbeiten zeitversetzt zueinander stattfinden, ist der Arbeitsfortschritt in den einzelnen Bauteilen unterschiedlich.

Die Reihenfolge der Arbeitsschritte soll verdeutlichen, dass aufwendigste Arbeiten über lange Zeiträume im Gebäude stattfinden, bevor von außen sichtbare Eingriffe in die Bausubstanz zu erkennen sind:

Mobiliar und Laboreinbauten
Alle noch im Gebäude befindlichen Möbel, die durch den Nutzer nicht wiederverwendet werden konnten, sowie Laboreinrichtungen werden ausgebaut und abtransportiert.

Ausbau der technischen Gebäudeausrüstung
Alle im Gebäude befindliche technische Installation sowie festverbaute technische Anlagen werden ausgebaut und abtransportiert.

Entkernung der raumauskleidenden Bauteile
Bodenbeläge, Estrich, Raumtrennung und nichttragende Wände werden ausgebaut, zerkleinert und abtransportiert. Die anfallenden Baustoffe werden in unterschiedlichen, vorgeschriebenen Verfahren rückgebaut und gemäß den gesetzlichen Vorschriften entsorgt.

Rückbau der Gebäudehülle und von Dachaufbauten
Die Fensterelemente werden zunächst großteilig ausgebaut und gesammelt. Anschließend werden sie demontiert und kleinteilig einer Wiederverwertung zugeführt.
Sämtliche Aufbauten wie Gewächshäuser, Lüftungsaufbauten, etc., sowie der Dachaufbau einschließlich der Abdichtungsbahnen werden bis zur Betondecke rückgebaut.

Rückbau des Tragwerkes
Nachdem durch die oben ausgeführten Arbeitsschritte alle Einbauten entfernt wurden und nur noch die Tragstruktur aus Decken, Stützen und tragenden Wänden vorhanden ist, wird die Gebäudestruktur kontrolliert niedergelegt.

Sicherheitshinweise zur Baustelle

Bei unbefugtem Betreten dieser Großbaustelle drohen erhebliche Risiken für Leben und Gesundheit. Aus Sicherheitsgründen ist daher der Zutritt nur nach vorheriger Abstimmung und Anmeldung im Staatlichen Bauamt erlaubt.

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